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Gollmitz – FSV City 76 Schwedt 1:2(1:1)

Nach den letzten leblosen Vorstellungen musste  einem der  2:1 (1:1) Auswärtssieg von City Schwedt gegen den Tabellensechsten KSV Gollmitz wie ein kleines Wunder vorkommen. Das Spiel wurde von Anfang an mit viel Eifer und harten Bandagen geführt.

Die Citys hatten dabei einen tollen Start erwischt. Endlich wieder machten sie es richtig. Aus dem Mittelfeld heraus kämpfte sich  nach Pass von Benjamin Granzow Tino  Graunke bis an die Grundlinie durch, der Ball kam weiter zu  Nico Gerlach. Ohne Zögern fasste der sich ein Herz und erzielte schon in der 3.Minute das 0:1. Ein Auftakt nach Maß dachte man. Unerklärlich, dass City in der Abwehr danach nur zögerlich zu Werke ging. So kam es, plötzlich und unbehindert zog Ingo Writschke aus 25m ab. Der Ball knallte an den linken Innenpfosten, mit nicht zu verhindernder Berührung durch Marco Mecklenburg landete der Ball im Tor – Ausgleich in der 6. Minute. Danach trat  das Spiel in eine Ruhephase ein, bis in der 14. der Gollmitzer Eric Mützelburg seinen Freistoß  auf den Kopf von Rico Günther zog, der aber übers Tor zielte. In den folgenden Minuten fand  City wieder zu seinem Spiel und erarbeitete sich Chancen. Lukas Mantik passte zu Henrik Grünke, in manchen Situationen zu ballverliebt, dessen Flanke landete aber im Aus. In der 24. lief Gerlach einem steilen Zuspiel nach, scheiterte jedoch am rustikalen Einsatz von Keeper Matthias Gross. In Minute 34 verfehlte Jerome Baufeld den gegnerischen Kasten. Eine Minute später setzte sich Graunke durch, mehr als eine Ecke sprang nicht heraus. Die Abwehr der Gollmitzer funktionierte auch in ein paar Fällen, als sie  die Schwedter ins Abseits laufen ließen. So ganz  chancenlos waren die Gastgeber jedoch nicht. Mecklenburg hatte z.B. in der 29. seine Schwierigkeiten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte City mit seinen Bemühungen fort. In der 48. wurde Mantiks Freistoß geblockt. Kurz darauf Felix Schultz – steil geschickt – trat das Leder neben das Tor des KSV. Dann aus heiterem Himmel der Platzverweis für Gerlach. Schon in der ersten Halbzeit entsprechend bearbeitet, wurde er  rotwürdig fast an der Seitenlinie von hinten gestreckt. Schiedsrichter Petermann sah in der reflexartigen Reaktion danach von Gerlach  ein Nachtreten. Ergo Feldverweis.  Noch war etwas  mehr als eine halbe Stunde zu spielen. Im Hinspiel  fing sich Schwedt in derselben Minute ebenfalls einen  Platzverweis ein. Gollmitz nutzte damals die Überzahl und ging 3:2 in Führung. Doch diesmal kam es anders. City richtete sich auf eine Abwehrschlacht ein, vergaß jedoch die Offensive nicht ganz. Schon in der 62.Minute war es dann soweit. Schulz bediente Lukas Mantik mit einem Traumpass, der ließ sich nicht bitten und keinen Verteidiger an sich heran, abgezockt schob  er den Ball ins Gollmitzer Gehäuse. Sein 8. Saisontor. Natürlich drückte Gollmitz die Oderstädter hinten rein. Auch die härtere Gangart des Gegners konnte City nicht beeindrucken. Schon in der Nachspielzeit rettete Mecklenburg dem Team mit seinem Einsatz den Sieg.

Eine beeindruckende kämpferische Leistung wurde nach Wochen der Stagnation belohnt und man kann bei City wieder optimistischer nach vorn schauen.