Banner

FSV City 76 Schwedt SV – SV Germania Lychen 3:1(2:1)

Mit dem Erfolg über den Tabellenvierten Germania Lychen konnte das Schlusslicht City Schwedt einen verdienten 3:1(1:1) Sieg verbuchen. Viel wurde im Vorfeld von den Lychener Kaderproblemen gemunkelt. Fakt ist, dass von der Startelf aus dem 3:0 Hinspiel bei Lychen 9 Mann übrig geblieben waren, bei City waren es fünf. Aber seit ein paar Spielen scheint sich bei City unter Trainer Stefan Appetz eine Stammformation herauszukristallisieren. Wie nervenstark würde diese Elf sein? In den ersten Minuten drehten jedoch die Gäste so richtig auf. Sie berannten das City-Tor. Michael Grosch hatte aber mit seinem Schuss aus der Distanz keinen Erfolg(4.) Dann aber die erste Ecke des FSV, geschlagen von Lukas Mantik, dem Mann des Matches, auf den Kopf des starken Mittelfeldspielers Henrik Grünke. Nach Foul an Farshad Skokrpoor (9.) wurde der Freistoß von Mantik eine Beute des Keepers Lars Dzierzawa, der insgesamt  ein toller Rückhalt seiner Elf war. In der 16. Minute zahlte sich das Angriffsbemühen erstmals so richtig aus. Grünke leitete den Angriff ein, Mantik ließ auf der linken Seite alle stehen und Nico Gerlach vollendete mit Übersicht zum 1:0. Beim 2:0 (20.) wurde dann Mantik freigespielt und er hob den Ball über Dzierzawa hinweg ins Gästetor.

Wie weiter? Mit Führungen konnten die Oderstädter zuletzt nicht gut umgehen. Nach 10 Minuten erfüllten sich die Befürchtungen. Das glückliche 1:2 von Sebastian Baugast war gefallen. Dieses Tor rechnete sich der in die Szene verwickelte Marco Mecklenburg zwar an, dennoch die Abwehr sah ebenso „alt“ aus. Zum Glück für City fand man sich schnell, bis zur Pause wenigstens noch zwei große Chancen: In der 40. hob Oliver Obert mit viel Übersicht den Ball zu Mantik, der Gästekeeper war auf der Hut. In Minute 43 der Aufreger des Spiels, als Mantik im Vorwärtsgang von Marc Wendland an der Strafraumgrenze eindeutig am Weiterlaufen gehindert wurde. Kein Rot, aber Gelb für Lychen.  Darüber gingen die Meinungen natürlicherweise weit auseinander. Gut, dass diese Entscheidung von SR Schulze in der Folge das Spiel nicht weiter belastete.

Die zweite Hälfte begann so wie die erste. Mit Fallrückzieher versuchte  Baugast,  großen Vorbildern aus jüngster Zeit nachzueifern(48.). Kurz darauf konnte der eingewechselte Stefan Appetz den heranstürmenden Michael Capka nur durch ein Gelb-Foul bremsen, der anschließende Freistoß ging übers Tor.  In der 56. konnte Mecklenburg nach einer Ecke ebenso Schlimmeres verhüten. Die letze halbe Stunde gehört jedoch den Oderstädtern. Gegen die aufgerückten Lychener startete Mantik durch, sein präzises Zuspiel verwandelte der mitgelaufene Farshad Skokrpoor zum 3:1(62.)  Es häuften sich die guten Möglichkeiten. Mantik konnte in der 65. die kämpferische Vorarbeit von Gerlach nicht nutzen. Danach wurde er durch zwei Bodychecks behindert(69.). Auch Appetz schaltete sich im Zusammenspiel mit Mantik In die Offensive ein. In einer nächstenAktion (74.) fand sich Mantik allein vor Dzierzawa, der luchste ihm eine Ecke ab. Eine klasse Vorlage des eingewechselten Christopher Schiemanns brachte Mantik in Position(80.) Nach einer Kombination über Obert und Mantik verfehlte aus vollem Lauf Jerome Baufeld per Kopf das Gästetor(86.). Nach weiteren Schwedter Chancen brachte sich Mecklenburg durch mangelhafte Abstimmung mit seiner Abwehr selbst in Schwierigkeiten, Schiemann errettete seinen Tormann und klärte(89.).  Eine sehr gelungene Vorstellung der Citys. Werden sie die Rote Laterne doch noch abgeben?

Bei der anschließenden Feierrunde saß man noch bis in späten Abend beisammen. Der Mannschaftsleiter Claus Wenzbauer ließ es sich nicht nehmen, Stefan Appetz für seine Interimstrainerschaft herzlich zu danken, was mit großer Zustimmung quittiert wurde. Was nun weiter wird, darauf ging der neue Vorstand Hans-Jürgen Löwe in seiner kurzen Rede ein. Es war noch nichts Konkretes, aber zumindest versicherte er glaubhaft, dass der Vorstand den Verein aus dem Zustand der Erstarrung und der Rückschläge führen will. Motto könnte sein:

Ein Verein, ein Team, ein Ziel. Noch besser:

Mein Verein, mein Team, mein Ziel!